10 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Gepostet am 26. November 2015 um 13:52 Uhr
10 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung
Foto: Konstantin Gastmann | pixelio.de

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Das Jahr geht zu Ende und es wird Zeit für die Jahresendgespräche zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. In dieser Mitarbeiterevaluation gibt in der Regel der Chef seinen Beschäftigten ein Feedback zu den erbrachten Leistungen. Anschließend folgt meistens eine Gehaltsanpassung. Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind solche Gespräche nervenaufreibend. Das Vergleichsportal Gehalt.de gibt 10 Tipps für eine erfolgreiche Verhandlung.

1. Bei den Fakten bleiben: Ergebnisse und große Projekte nennen

  • Eine solide Vorbereitung ist die beste Grundlage für eine erfolgreiche Verhandlung. In der Regel sollten Beschäftigte überzeugende Leistungen für sich dokumentieren. Dazu zählen zum Beispiel konkrete Einsparungen oder Umsätze, Reduzierung der Anzahl der Arbeitsunfälle, Fluktuationsquote bei den unterstellten Mitarbeitern oder der Reklamationsquote.

2. Auch selber Feedback geben – aber konstruktiv

  • Wenn der Mitarbeiter strukturellen Verbesserungsbedarf für die Erfüllung der Arbeit ausmacht und den Chef hier in der Verantwortung sieht, dann kann er das mitteilen. Hier sind vor allem sinnvolle Verbesserungsvorschläge anstatt meckern angebracht.

3. Psychologie: Mit Misserfolg umgehen können

  • Einige Vorgesetzte erhoffen sich von einer abgelehnten Gehaltserhöhung einen Motivationsschub. Sie schieben den Zeitpunkt oder stellen eine Erhöhung in Aussicht, wenn ein bestimmtes Projekt beendet ist. Hier ist ein gewisses Frustrationspotential und professionelles Verhalten seitens des Arbeitsnehmers gefragt. Sollte die versprochene Gehaltserhöhung jedoch ausbleiben, verliert der Vorgesetzte massiv an Vertrauen.

4. Den eigenen Marktwert kennen

  • Ein unschlagbares Argument für eine Gehaltserhöhung ist das Wissen über die sogenannte „marktgerechte Vergütung“. Hier sollte jeder Beschäftigte Informationen einholen. Diese helfen nicht nur im Falle einer Gehaltsverhandlung, sondern auch für anstehende Bewerbungen. Das Wissen um den eigenen Marktwert ist unerlässlich.

5. Zusatzleistungen statt mehr Gehalt

  • Sollte sich eine monetäre Gehaltserhöhung nicht durchsetzen lassen, bleibt ein Spielraum für einmalige Zahlungen oder auch anderweitige Leistungen. Dazu zählen Fortbildungen, ein Firmenparkplatz oder ein Homeoffice-Tag. In diesem Punkt gibt es keine unangemessenen Fragen. Eigene konkrete Vorschläge zeigen der Geschäftsführung, dass Zusatzleistungen motivieren.

6. Gehaltsverhandlung in der Probezeit

  • Solange die Probezeit nicht vorbei ist, befinden sich beide Parteien in der Kennlernphase. Eine geglückte Einarbeitung ist zunächst das einzige Resultat, das man erwarten kann. Das heißt: Keine Gehaltsverhandlung in der Probezeit fordern.

7. Nie mit Jobwechsel drohen

  • Beleidigt dem Chef den Rücken kehren und damit drohen das Unternehmen zu verlassen, ist keine gute Idee. Erpressungsversuche dieser Art sind ausdrücklich zu unterlassen. Sollten allerdings ständig Wünsche oder Verbesserungsvorschläge abgelehnt werden, ist ein Jobwechsel naheliegend und kann besonnen vorbereitet werden.

8. Auf Körpersprache achten

  • Es gibt unbewusste körpersprachliche Signale, die sich unmittelbar auswerten lassen. Wer geübt ist, kann die Reaktionen des Chefs während der Gehaltsverhandlung erkennen: Sitzt dieser zurückgelehnt mit verschränkten Armen, zeigt dies eine eher negative Haltung. Fängt der Chef an Körperhaltungen zu kopieren (beugt sich nach vorn und verringert die räumliche Distanz), dann sieht es gut aus.

9. Was geht gar nicht?

  • Kollegen anschwärzen, lästern oder persönliche Details von anderen Mitarbeitern preisgeben, um in einem besseren Licht zu stehen, wirken sich sehr negativ aus. Ein Unternehmen ist ein Kollektiv und hier sind Teamplayer gefragt.

10. Und wenn´s nicht klappt?

  • Sollte es mit der Gehaltverhandlung nicht klappen, nimmt man immer etwas mit. Auch dann gilt: Erfahrungen sammeln, bedeutet Fehler identifizieren, daraus lernen und das nächste Mal besser machen. Irgendwann klappt’s dann doch!

Gehalt.de ist das führende Gehaltsportal im deutschsprachigen Raum. Jeden Monat unterstützt die Webseite über 3 Millionen ArbeitnehmerInnen mit vielfältigen Services und wertvollen Entscheidungshilfen. Alle Gehaltsdaten auf Gehalt.de werden von Vergütungsberatern auf Plausibilität und Stimmigkeit geprüft. Das Onlineportal bietet einen kostenfreien Zugang zu aktuellen Gehaltsdaten. Dazu kommen Statistiken, Auswertungen für einzelne Berufe und Branchen, Informationen zu den Themen Gehalt, Karriere und Arbeitswelt sowie Tipps und Tricks für die erfolgreiche Gehaltsverhandlung. Wer seinen Marktwert ganz genau wissen will, kann eine individuelle Gehaltsanalyse erstellen lassen. Ein Brutto-Netto-Rechner zeigt wiederum, was am Ende von Lohn und Gehalt übrig bleibt.

www.gehalt.de | www.gehaltsvergleich.com | www.arbeitszeugnis-bewerten.de

Autor
Michael Bergemann