Bauern zufrieden mit Getreide-Ernte

Gepostet am 22. Juli 2014 um 14:07 Uhr
Getreideernte geht in Raps und Roggen weiter
Foto: Michaela Schöllhorn | pixelio.de

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Die hochsommerlichen Temperaturen lassen die Getreidefelder im Land Brandenburg derzeit schnell abreifen. Die Erntebedingungen sind günstig und so geht die Druschkampagne nach Ende der Gerstenernte jetzt zügig im Raps und Roggen weiter. Raps steht derzeit auf ca. 134.000 ha und Roggen auf immerhin 192.000 ha. Während der Rapsanbau sich nochmals weiter ausgedehnt hat, ist die Anbaufläche für Brandenburgs Hauptgetreideart Roggen um ein Fünftel (-45.000 ha) zurückgegangen. Weitere 25.000 ha sind schon als Grünroggen oder Ganzpflanzensilage geerntet worden, so dass nur noch 167.500 ha zur Kornernte verfügbar sind. Begründen lässt sich dieser Anbaurückgang beim Roggenanbau vor allem durch die Abkehr der nationalen Biokraftstoffproduzenten von heimischen Rohstoffen wie Ethanolroggen. Aus Kostengründen setzen sie lieber billigere ausländische Rohstoffe ein. Viele Landwirte haben deshalb schon zur Aussaat im Herbst ihre Roggenanbaufläche reduziert.

Der starke Preisverfall beim Roggen im letzten halben Jahr hat dann weitere Anbauer bewogen ihre Bestände frühzeitig abzuhäckseln. Nach Ansicht des LBV wird der Roggenanbau auch im kommenden Jahr weiter zurückgehen. Der Anbau von Gerste, Weizen und Triticale könnte weiter zulegen. Die Erträge beim Raps werden in diesem Jahr auf 3,9 t/ha prognostiziert. Damit liegen sie deutlich über dem fünfjährigen Mittel von 3,4 t/ha bzw. über dem Vorjahresergebnis von 3,7 t/ha. Sollten sich die Prognosen bestätigen, könnten erstmals mehr als 500.000 Tonnen Rapssaat im Land Brandenburg eingefahren werden. Die Gerstenernte ist mittlerweile in Brandenburg abgeschlossen. Die Gerstenerträge haben mit 7,1 t/ha und guten Qualitäten alle Erwartungen übertroffen und liegen 13% über dem Vorjahrswert.

Autor
Michael Bergemann