Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Gepostet am 27. November 2015 um 13:29 Uhr
Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft
Foto: Meetingpoint Brandenburg

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Gegen 4.30 Uhr werden Feuerwehr und Polizei zur alten Nicolaischule gerufen – es qualmt stark an der Vorderseite, die zum Nicolaiplatz zeigt. Vor Ort muss die Feuerwehr einen Brand an einem Fensterrahmen löschen und später das Gebäude lüften. Laut Polizei wird jetzt wegen Brandstiftung ermittelt. Pikant: Das Gebäude ist als Asyl-Notunterkunft vorgesehen! Am 7.12. sollen hier laut Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann die ersten Flüchtlinge einziehen, 160 Plätze stehen zur Verfügung. Ob es einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt ist bisher unklar. Kriminaltechniker untersuchten noch am Morgen den Tatort, sie fotografierten u.a. den deutlich verschmorten Fensterrahmen.

Der polizeiliche Staatsschutz (Dezernat 2) der Polizeidirektion West hat die Ermittlungen zum Verdacht der Brandstiftung übernommen, da ein fremdenfeindlicher Hintergrund der mutmaßlichen Brandlegung nicht auszuschließen ist. Die Polizei bittet, dass Passanten, die sich zur fraglichen Zeit, also gegen 04:30 Uhr im Bereich des Nikolaiplatz und der umliegenden Straßen aufgehalten haben, zum Beispiel auf dem Weg von oder zur Arbeit, ihre Wahrnehmungen zu Personen- oder Fahrzeugbewegungen der Polizei mitteilen. Dafür ist die Telefonnummer 03381-560-0 der Polizeiinspektion Brandenburg zu nutzen.

Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann zeigt sich enttäuscht und entsetzt über Brandsatz am Kellerfenster des leer stehenden Gebäudes der alten Nicolaischule.

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann besichtigte heute früh zusammen mit dem Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, die Stelle des Brandsatzes am Kellerfenster des leer stehenden Gebäudes der alten Nicolaischule, das als Notunterkunft für Flüchtlinge geplant ist. Vor Ort sagte Brandenburgs Stadtoberhaupt: “Auch wenn mit dem Kellerfenster der Schaden am Gebäude sehr gering ist, so bin ich doch enttäuscht und entsetzt und verurteile eine solche Tat an der geplanten Notunterkunft zur Flüchtlingsaufnahme. Wir haben als Stadtverwaltung bisher sehr offen und transparent über den Stand der Flüchtlingsunterbringung und -Betreuung in unserer Stadt gesprochen.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU)

Oberbürgermeisterin verurteilt Brandsatz am Kellerfenster der alten Nicolaischule

Mit dieser Offenheit in der Kommunikation haben wir gute Erfahrungen gemacht und bei allen sachlichen Problemen einen breiten demokratisch-gesellschaftlichen Konsens in unserer Stadt erreicht.“ „Wir werden uns diesen Konsens der demokratischen Kräfte in unserer Stadt nicht durch Einzeltäter kaputt machen lassen.“ erklärt Dietlind Tiemann abschließend.  (cg1/SKB)

PNN | Wieder Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Unbekannte haben am frühen Freitagmorgen einen Brandanschlag auf ein geplantes Flüchtlingsheim in #Brandenburg an der…

Posted by SKB Stadtfernsehen Brandenburg on Freitag, 27. November 2015

Autor
glaser