Brandenburg | 300 Jahre Altstadt & Neustadt

Gepostet am 28. Mai 2015 um 15:14 Uhr
Brandenburg | 300 Jahre Alstadt & Neustadt
Foto: SKB TV

Jede Woche wird es mindestens einmal zum Thema:  Die geplante Kreisgebietsreform im Land. Dabei könnte der Stadt zwangsweise die Kreisfreiheit entzogen werden. Eine Art Zwangsvollstreckung, die in ähnlicher Form schon einmal vor 300 Jahren vollzogen wurde. 1715 wurden  die Brandenburger Alt- und die Neustadt zusammengelegt. Am Mittwoch vor der Mai SVV wurde an dieses Ereignis noch einmal ausdrucksvoll erinnert.


Weil sich das gemeine Volk einst frech über die Obrigkeit beschwerte, wurde 1715 die Zusammenlegung von Alt- und Neustadt verfügt. Entsprechend sauer waren die beiden Bürgermeister heute bei der Nachstellung der „Feierlichkeien“ am Altstädtischen Markt. Die Protagonisten gingen die undankbaren Bürger heftig an: „Ihr tragt die Schuld für das was kommt.“ Man ist sich sicher: „Es ist grauenvoll, schlimmer kann es nicht kommen.“ Kritisiert wurde vom König indes, dass sich die Stadtoberen an Eiern, Hühnern und Felderträgen aus dem Umland bereicherten und diese „an der königlichen Waage vorbei“ führten. Dem widersprachen die Herren fix: „Wir haben alles ordnungsgemäß abgeschellert“.

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Hank Teufer auf dem Podium, er verlas als Abgesandter des Königs dessen Statement, erhielt indes noch während seiner Rede einen Handyanruf. „Wer ist da“, rief er ins Telefon und ergänzte: „Warum schreit und zetert er denn so?“. Den fiktiven Anruf von Innenminister Karl-Heinz Schröter – sein Ministerium sieht die Stadt künftig wohl gern eingekreist – reichte er an Dietlind Tiemann weiter. Die forderte den Minister auf von seinen Plänen abzulassen: „Zwei Drittel der Brandenburger sind gegen eine neue Kreisgebietsreform.“ Gemeinsam ließen die Besucher dann kleine „Ich mag mein Brandenburg kreisfrei“-Karten per Ballon in den Himmel steigen. „Der Wind steht günstig, die fliegen bis nach Potsdam“, war sich Tiemann sicher. (cg1 – Meetingpoint Brandenburg)

Autor
glaser