Desaströse Wahlbeteiligung in Brandenburg

Gepostet am 15. September 2014 um 11:55 Uhr
Landtagswahl | Geringe Wahlbeteiligung in Brandenburg
Foto: SKB TV

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Auch Brandenburg an der Havel hat gewählt, zumindest einige wenige. Die Wahlbeteiligung desaströs. Nur knapp über 38 % der Brandenburger nutzen ihr Wahlrecht. Damit belegt Brandenburg trauriges Schlusslicht im Land, die niedrigste Wahlbeteiligung seit der Wiedervereinigung.

Die nackten Zahlen folgen dem Landestrend | Die Statistik gibt’s auf der Stadtseite  

Landtagswahl | Geringe Wahlbeteiligung in Brandenburg

Grafik: Land Brandenburg

Wahlgewinner in der Stadt ist demnach Ralf Holzschuher, der mit Applaus und Jubel vom Stadtverband am Wahlabend in Brandenburg empfangen wurde.  Mit 8.841 Stimmen fuhr er einen klaren Sieg ein. Die Bürger haben erkannt, dass die Arbeit der SPD im Land eine gute gewesen sei, so Holzschuher. Er werde sich auch weiterhin in der neuen Regierung für die Havelstadt einsetzen.

Viele Brandenburger seien einst auf die Straße gegangen, um für freie Wahlen zu kämpfen. Viel sei von dieser Überzeugung wohl  nicht mehr über, so der Stadt-Zweite CDU-Mann Jean Schaffer zur schlechten Wahlbeteiligung in der Stadt.  Als Neuling holte Schaffer der Statistik zufolge 6.284 Stimmen. Sein Vorgänger Walter Paaschen lag 2009 noch weit abgeschlagen auf Platz drei. CDU-Kreischefin Dietlind Tiemann sieht in dem Ergebnis dennoch die gute und kontinuierliche Arbeit des Kreisverbandes bestätigt.  Schaffer werde sich weiterhin für die Belange der Stadt einsetzen, auch wenn er dafür nicht direkt im Potsdamer Landtag kämpfen kann.  

Landtagswahl 2014 | Wahlergebnisse Land Brandenburg

Landtagswahl | Geringe Wahlbeteiligung in Brandenburg

Grafik: Land Brandenburg

Großer Wahlverlierer ist der Linke-Politiker René Kretzschmar. Weit abgeschlagen mit knapp unter 4.000 Stimmen erreichte er  schlappe 17,4 %. Es sei nicht gelungen genügend Wähler zu mobilisieren, so Kretzschmar, das sei schade. Für ihn selbst bedeutet die Wahl auch einen politischen Umbruch, dem neuen Landtag wird er nicht mehr angehören.

Wie im Landestrend erreichte auch die Stadt-AfD ein enormes Ergebnis. Laut Landes-Infoportal  holte Klaus-Peter Fischer im Wahlkreis 17(Altstadt. Dom. Hohenstücken. Kirchmöser. Neustadt und Nord sowie Gollwitz und Wust) 1.891 Stimmen, das macht  10,3 % nach dem vorläufigen Endergebnis.

Ganz schlecht lief der Sonntag auch für den havelstädtischen FDP-Mann Herbert Nowotny. Gerade einmal 1% der Stimmen holte er noch.    

Nun ist nach der Wahl, vor der Wahl.  Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob wir eine Rot- Rote Regierung wiederbekommen oder  – dem Bundestrend folgend – doch die Order von oben für Rot-Schwarz kommt. Noch Ende der Woche sollen die Koalitionsverhandlungen beginnen. 

Landtagswahl | Geringe Wahlbeteiligung in Brandenburg

Grafik: Land Brandenburg

Autor
glaser