BTW 2017 | Dietlind Tiemann gewinnt Direktmandat

Gepostet am 25. September 2017 um 6:47 Uhr
Dietlind Tiemann (CDU)
Foto: SKB TV



Dietlind Tiemann (CDU) erhielt 31,8 Prozent der Erststimmen, wie der Landeswahlleiter nach Auszählung aller Wahlbezirke im Wahlkreis mitteilte. Auf Platz zwei kam mit 25,1 Prozent der Stimmen Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg von der SPD. Der frühere Wahlkreis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier umfasst neben der Stadt Brandenburg vor allem große Teile des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Tiemann (62) hatte sich landesweit als Kritikerin der Kreisreform von Rot-Rot einen Namen gemacht.

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Die CDU wird in Brandenburg trotz herber Verluste stärkste Kraft. Den größten Zuwachs verzeichnet jedoch die AfD, die auf den zweiten Platz kommt. Die Koalitionsparteien SPD und Linke sacken deutlich ab. Brandenburgs Ministerpräsdient Dietmar Woidke zeigte sich enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei: „Das ist ein bitteres Ergebnis auf Bundesebene, aber es ist auch ein bitteres Ergebnis für die SPD in Brandenburg.“

Foto: Bildhaus Potsdam | Karoline Wolf

Manja Schüle hat im Brandenburger Wahlkreis 61 (Potsdam – Potsdam Mittelmark – Teltow-Fläming II) das Direktmandat für die SPD gewonnen. Wie der Landeswahlleiter nach Auszählung aller Wahlbezirke mitteilte, setzte sich die 41-Jährige mit 26,1 Prozent der Erststimmen gegen CDU-Kandidatin Saskia Ludwig durch, die 24,9 Prozent der Erststimmen holte. Die Büroleiterin von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) trat zum ersten Mal als Direktkandidatin an. Ludwig ist in ihrer eigenen Partei wegen ihrer Nähe zur AfD umstritten. Die 49-Jährige wird mit einem wenig aussichtsreichen Platz 8 auf der Landesliste der CDU für die Bundestagswahl voraussichtlich Landtagsabgeordnete bleiben.

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Autor
Michael Bergemann