Fahndungserfolg | 18 kg Marihuana sichergestellt

Gepostet am 13. Juni 2014 um 13:51 Uhr
18 kg Marihuana sichergestellt – Drei Rauschgifthändler festgenommen
Foto: Polizei

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Drei Mitglieder einer Bande, welche gewerbsmäßig mit Betäubungsmittel handelte, wurden am Mittwoch durch Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift von Zoll und Polizei aus Brandenburg (GER) festgenommen. Insgesamt 18 kg Marihuana stellten die Beamten bei nachfolgenden Durchsuchungen sicher. Im Rahmen eines Verfahrens der Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität im Land Brandenburg mit Sitz in Frankfurt (Oder) ermittelten die Fahnder wegen des Verdachts der illegalen Einfuhr und des gewerbsmäßigen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln. Gegen einen deutschen Hauptbeschuldigten (40) und zwei weitere deutsche Beschuldigte im Alter von 40 und 43 Jahren konnte der Verdacht schließlich erhärtet werden.

18 kg Marihuana sichergestellt – Drei Rauschgifthändler festgenommen

Foto: Polizei

Nachdem einer der Mittäter in der Nacht zum 11. Juni 2014 von einer Beschaffungsfahrt von Rauschmitteln an der deutsch-niederländischen Grenze zurückkehrte, schlugen die Einsatzkräfte zu. Der 40-jährige Kurier wurde in dem für die Fahrt benutzten Mietwagen an der Autobahnabfahrt Erkner gestoppt, den Hauptverdächtigen aus Schöneiche bei Berlin (LK Oder-Spree) sowie den weiteren Verdächtigen nahmen die Ermittler wenig später ebenfalls vorläufig fest. Unmittelbar nach den Festnahmen erfolgten die Durchsuchungen von 7 Objekten in Schöneiche und Woltersdorf (LK Oder-Spree) sowie in Berlin. Neben dem sichergestellten Rauschgift beschlagnahmten die Fahnder auch drei PKW (je ein Mercedes, Audi und VW), die als Tatmittel genutzt worden waren und mehrere tausend Euro Bargeld.

Das Amtsgericht Fürstenwalde erließ und verkündete am Donnerstag Haftbefehle gegen das Trio. Die Männer werden in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht. Die GER Brandenburg im Landeskriminalamt führt ihre Ermittlungen fort. 

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13.06.2014 | Landgericht Frankfurt (Oder) verurteilt deutschen Kurieranwerber zu sechs Jahren Freiheitsstrafe nach vorausgegangenen internationalen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) und Beamten der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift von Zoll und Polizei in Brandenburg. 

Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) begann am 07. Mai 2014 vor der Dritten Großen Strafkammer der Prozess gegen einen heute 28-jährigen deutschen Kokainkurieranwerber und –schmuggler. Der in Frankfurt (Oder) ansässige Angeklagte war Teil einer international agierenden schwarzafrikanisch geprägten Tätergruppierung, die sich mit der illegalen Einfuhr von Kokain aus Südamerika und Malaysia nach Europa beschäftigte. Die Tätergruppierung agierte von unterschiedlichsten Orten in Europa aus, wobei Amsterdam (Niederlande) eine wesentliche Rolle spielte. In Südamerika und Malaysia wurden die Kuriere mit Koffern, in denen sich das Kokain befand, ausgestattet. Mit diesen traten sie die Rückreise nach Europa an. Das so eingeschmuggelte Kokain, einmal war es eine Menge von über 4 kg Kokain, wurde durch die gleiche Täterorganisation in Europa unter Zuhilfenahme weiterer Kuriere verteilt. Gegenstand der Verurteilung wurde auch ein Fall, in dem der Angeklagte erfolglos versuchte, Kokainkügelchen zu schlucken und aus Brasilien nach Europa zu bringen; den Versuch des Schmuggels musste er jedoch abbrechen. Der Prozess gegen den Hauptangeklagten endete am 28. Mai 2014 mit seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe in Höhe von sechs Jahren. Das Urteil ist rechtskräftig. Aufgrund der hohen Verurteilung des Angeklagten sehen sich die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) und die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von Zoll und Polizei in Brandenburg in ihrer Arbeit bestätigt.

Autor
Michael Bergemann