Geisterfahrer auf der A10

Gepostet am 24. Mai 2014 um 15:12 Uhr
Foto: Peter Hebgen | pixelio.de

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Am späten Samstagvormittag ereignete sich auf der A 10 kurz vor der Anschlussstelle Michendorf ein tragischer Unfall. An der Anschlussstelle Michendorf fuhr ein Dacia aus Stendal entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf die Autobahn. Der ältere Mann, 75 Jahre, war dadurch in Richtung Frankfurt/Oder auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Ein Polizeifahrzeug sah das Auto entgegenkommen.

Auf die Signale des Streifenwagens reagierte der Mann nicht. Kurz nachdem der Streifenwagen und der Dacia sich passierten, wich ein berliner BMW dem Dacia aus und dabei verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen BMW. Der Berliner kollidierte mit der Leitplanke. Anschließend streifte der Dacia noch einen Smart aus München. Dabei wurde der Smart in die Leitplanke gedrückt.

Beide Unfälle ereigneten sich hinter der Brücke des Autobahndreieicks Nuthetal. Der Dacia-Fahrer wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Mit dem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. In dem BMW waren neben dem Fahrer noch zwei weitere Insassinnen. Der Fahrer wurde kurz von der Rettung in Augenschein genommen und blieb unverletzt. Wohingegen die beiden Insassinnen verletzt wurden. Eine von ihnen wurde mit dem Rettungswagen und eine mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der Smart-Fahrer blieb unverletzt. Über die Schwere der Verletzungen der Unfallbeteiligten liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. Allerdings ist mit einem Ableben nach aktuellem Stand nicht zu rechnen.

Die A 10 in Fahrtrichtung Hannover wurde kurz vor der Anschlussstelle Michendorf komplett gesperrt. Nach dem Abschluss der Rettungsarbeiten war die Autobahn gegen 12:00 Uhr für den Verkehr wieder teilweise freigegeben. Der Sachschaden der beiden Unfälle liegt bei ca. 17 000 €. Warum der Stendaler falsch auf die Autobahn auffuhr ist bislang unklar.

Christoph Koppe | Polizeidirektion West

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glaser