Jäger erschießt Kollegen bei der Pirsch

Gepostet am 26. August 2013 um 6:48 Uhr
Jäger erschießt Kollegen bei der Pirsch
Foto: meetingpoint

Auf einem Feld im Brandenburger OT Mahlenzien hat sich am Sonnabend kurz vor Mitternacht ein tragischer Jagdunfall ereignet. Nachdem ein 73-Jähriger ein Wildtier geschossen hatte, bat er seinen 51-jährigen Bekannten, der sich mit ihm auf der Jagd befand, das Auto zu holen. Nach ersten Ermittlungen begab sich der Jüngere der beiden kurze Zeit später in der Dunkelheit zu dem erlegten Tier. Der 73-Jährige vermutete ein weiteres Tier und schoss daraufhin erneut. Dabei traf er seinen Bekannten und verletzte diesen tödlich. Er verständigte daraufhin die Polizei. Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des 51-Jährigen feststellen. Der 73-Jährige wurde mit einem Schock in ein ortsansässiges Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm vor Ort die Ermittlungen zum fahrlässigen Tötungsdelikt auf. Weiterhin muss ermittelt werden, ob beide Personen zur Jagd berechtigt waren. 

Update: 15:24 | Schütze hatte keinen Jagdschein

Gegen den 73-Jährigen der am Wochenende auf dem Mahlenziener Feld versehentlich seinen Bekannten (51) erschoss ermittelt die Polizei weiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Darüber hinaus ist mittlerweile nach Angaben der Ermittler klar: beide Männer hatten keinen Jagdschein. Polizeisprecherin Diane Jende: „Durch die Polizei wird nun weiterhin der Verdacht der Jagdwilderei geprüft. Bereits am Tatort konnte das Gewehr des 73-Jährigen sichergestellt werden. Da er Sportschütze ist, war er zum Besitz der Waffe berechtigt.“ (cg1)

 

 

 

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Autor
Michael Bergemann