Johanniter geben Tipps bei Brandverletzungen

Gepostet am 8. Dezember 2016 um 12:09 Uhr
Kerze
Foto: Claudia Hautumm | pixelio.de

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Brennende Weihnachtsbäume und Adventsgestecke lassen alljährlich im Dezember die Zahl der Feuerschäden ansteigen. Doch auch in der Küche und am Esstisch besteht zur Weihnachtszeit erhöhte Verbrennungsgefahr – etwa durch heiße Plätzchenbleche, Warmhalteplatten oder Fondue-Sets. Vor allem Kinder sind gefährdet. Rechtzeitig vor Weihnachten geben die Johanniter hilfreiche Tipps für die Erste Hilfe bei Brandverletzungen. „Als Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht, an den Händen, Gelenken oder den Genitalien sofort unter der Rufnummer 112 den Rettungsdienst rufen“, erklärt Sven Reichel, Ausbildungsleiter der Johanniter in Brandenburg-Nordwest. „Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte man auf jeden Fall professionelle Hilfe holen.“ Wichtig ist, dass die Brandwunden steril abgedeckt werden, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Kleinflächige Verbrennungen, etwa an einem Finger, können zur Schmerzlinderung kurz mit handwarmen Wasser gekühlt werden. Abhilfe schaffen zudem Kühlakkus. Diese sollten jedoch nicht in der Gefriertruhe, sondern maximal im Kühlschrank gelagert werden. Auch Kühlakkus, die Raumtemperatur aufweisen, reichen bereits aus, um die Wunde zu kühlen. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen. „Atem- und Kreislaufstörungen sind oft die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft“, rät Sven Reichel. Wie man in solchen Situationen richtig handelt, lernt man in Erste-Hilfe-Kursen. Speziell für Eltern und Großeltern bieten die Johanniter auch Kurse zur Ersten Hilfe am Kind an. Wenn im Lauf der Zeit die Adventskränze und Christbäume immer trockener werden, steigt die Brandgefahr. Hier gilt: Niemals Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen. „Am besten den Wohnungsschlüssel in die Nähe des Adventskranzes legen, damit man nicht vergisst, die Flammen zu löschen, bevor man die Wohnung verlässt“, so der Ausbildungsleiter. (Bonny Oppermann | Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.)

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