Kellerbrände am Sonntag

Gepostet am 28. Oktober 2013 um 10:34 Uhr
Mehrere Kellerbrände am Sonntag in Brandenburg an der Havel
Foto: meetingpoint

Erst brannte es in einem Keller der Rosa-Luxemburg-Allee 106, wenig später dann in der Gördenallee 96! Jeweils mussten Anwohner evakuiert werden und die Feuerwehr die Flammen unter Atemschutz bekämpfen! 

Die Chronologie des Abends:

Ein 51-jähriger Brandenburger bemerkte gegen 17.45 Uhr beim vorbeigehen an einem Mehrfamilienhaus in der Rosa-Luxemburg-Allee, dass Rauch aus dem rückseitigen Hauseingang aufstieg. Sofort lief er in den Hauseingang und klopfte an allen Türen, um die Bewohner aus den Wohnungen zu informieren und vor Schaden zu bewahren. Gleichzeitig rief er bei der Rettungsleitstelle an, die schon kurze Zeit später am Brandort war. Dank des couragierten Vorgehens des Helfers waren bereits alle Bewohner aus dem Haus heraus und niemand erlitt Verletzungen. Nach vorliegenden Informationen befand sich der Brandherd in einem sehr vollen Kellerverschlag, so dass es zu extremer Rauchentwicklung kam. Die Berufsfeuerwehr Brandenburg löschte den Brand zügig, es wurden keine weiteren Räumlichkeiten in Mitleidenschaft gezogen. Ein Teil der Bewohner konnte nach Beendigung der Löscharbeiten gegen 19.15 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden konnte. Andere kamen bei Verwandten und Bekannten unter. Mitarbeiter der WOBRA und des zuständigen Stromversorgers erschienen ebenfalls am Brandort. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Kellerräume mehrere Stunden durchlüften. Sie waren stark verrußt. Anschließend wurde die Räumlichkeit bis zur kriminaltechnischen Tatortarbeit versiegelt. Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Die Meldung über einen weiteren Brand in der Gördenallee erreichte die Polizei gegen 22.25 Uhr. Fast zeitgleich trafen Polizei und Berufsfeuerwehr, sowie die Freiwillige Feuerwehr Brandenburg, am Brandort ein. Flammen waren deutlich durch das Kellerfenster des Mehrfamilienhauses sichtbar. Es wurde sofort mit der Evakuierung der Mieter und mit den Löscharbeiten im Keller begonnen. Da der betroffene Keller von Kellerräumen des Nachbaraufganges nur durch einen Holzverschlag getrennt ist, zog der Qualm auch durch das gesamte Nachbarhaus. Aus diesem Grund wurden auch hier sämtliche Personen evakuiert, keiner der Bewohner erlitt Verletzungen.  Nachdem der Brand gelöscht war stellte die Feuerwehr die Brandausbruchstelle im Kellerverschlag fest. Die Bewohner durften gegen Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren, zuvor hatte die Feuerwehr für die gründliche Belüftung der Räumlichkeiten gesorgt und eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen. Vertreter der Wohnungsfürsorge begaben sich zum Brandort, die Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Die Tatortarbeit erfolgt am heutigen Tag. In beiden Fällen nahm die Polizei eine Anzeige wegen Verdachts der schweren Brandstiftung auf. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei.

Autor
Michael Bergemann