Nahkampf um Blumenstrauß endet in Verurteilung

Gepostet am 6. Januar 2017 um 15:11 Uhr
Anke Domscheit-Berg (48)
Foto: Michael Bergemann | SKB TV

Die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg ist am Donnerstag wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Tiergarten muss die 48-Jährige insgesamt 600 Euro zahlen, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die in Fürstenberg (Oberhavel) lebende Publizistin, die im kommenden Jahr für die Brandenburger Linkspartei in den Bundestagswahlkampf zieht, eine Polizistin während einer Demonstration in Berlin verletzt hatte.

Konkret wollte Domscheit-Berg laut Zeugenaussagen einen beschlagnahmten Blumenstrauß der Beamtin wieder entreißen, wobei diese leicht an der Hand verletzt wurde. Domscheit-Berg hatte dies bestritten und das gegen sie gerichtete Strafverfahren als “ehrabschneidend” bezeichnet. Der Vorwurf, sie habe einem weiteren Beamten mit Blumenstielen ins Gesicht gestochen, wurde während der Verhandlung fallengelassen. Zu dem im November gestarteten Prozess war es gekommen, weil die Angeklagte einen Strafbefehl über 900 Euro angefochten hatte. Am Rande der Verhandlung hatte ihre Verteidigerin bereits angekündigt, gegen die Verurteilung Berufung einzulegen.

(Text: Henning Kraudzun | MOZ)

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Autor
Michael Bergemann

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