Polizei stoppt LKW | Brücke für 16-Tonner gesperrt

Gepostet am 7. Dezember 2017 um 9:26 Uhr
Foto: Meetingpoint Brandenburg




Die Verkehrssituation in und um Brandenburg ist derzeit gelinde gesagt schon eine kleine Herausforderung. Innerstädtische Herausforderungen in den Stoßzeiten und dazu fast täglich Stau auf, aus und in Richtung Autobahn. Jetzt die nächste Botschaft, die Autofahrer freuen wird, Lieferbetriebe weniger.

Jetzt steht die Beschilderung und das Chaos nimmt seinen Lauf: an mehreren Stellen – z.B. auf Höhe vom alten Güterbahnhof – stoppen Polizisten heranfahrende Laster mit augenscheinlich mehr als 16 Tonnen Gewicht und lassen sie umdrehen. Den Fahrern wird z.B. die Route in Richtung Ziesar aus Ausweichvariante empfohlen. Klar ist derweil laut Bürgermeister Steffen Scheller: Zumindest dürfen ÖPNV- und Reisebusse sowie Entsorgungsfahrzeuge die Brücke weiter befahren – alle anderen müssen weite Umwege wählen bzw. vor der Brücke wenden (dafür wurde ein Teil vom Mittelstreifen entfernt). Im Brandenburger Rathaus wurde man von der unabgestimmten Umsetzung der Maßnahme überrascht. Am Dienstag gab es dazu noch eine Anhörung der Stadt – bereits einige Stunden später verfügte der Landesbetrieb die Sperrung und schaffte vollendete Tatsachen. Nun wartet man auf das Ergebnis der Untersuchung. Nach Einschätzung des städtischen Tiefbau-Experten Peter Reck dürfte eine Sanierung der Brücke möglich ein. Dafür spricht, dass die Brücke 2013 noch ohne Schäden war. Damals hatte die Stadt laut Bürgermeister Steffen Scheller eine eigene Untersuchung durchgeführt, bevor die Straße von der übergeordneten Behörde übernommen wurde. Sofern eine Sanierung möglich ist, soll diese dem Vernehmen nach recht zügig durchgeführt werden, auch wenn es dazu noch keine offiziellen Aussagen gibt. Die Rede ist von einer freihändigen Vergabe der Leistungen sowie von einem geschätzten Zeitrahmen von rund sechs Monaten.

Dr. Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb für Straßenwesen bestätigt: „Die Linienbusse erhalten, ebenso wie Feuerwehr, Rettungsdienste u.ä. öffentliche Betreiber eine Sondergenehmigung. Die Stadt Brandenburg und die Polizei wurden darüber informiert.“ Reisebusse erwähnt sie in ihrer Aufzählung nicht. (cg1)

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Autor
Michael Bergemann