1.000 Potsdamer müssen zum DNA-Test

Gepostet am 23. Juni 2014 um 13:04 Uhr
Potsdamer müssen zum DNA-Test
Foto: Polizei

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Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Potsdam informieren:

Auf der Suche nach der Mutter des am 23. Dezember 2011 aufgefundenen toten Säuglings im Stadtteil Potsdam West sind bis zum heutigen Tage keine sachdienlichen Hinweise eingegangen. Die bisherige Öffentlichkeitsarbeit, zu der auch die Ausstrahlung des Falles in der Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ sowie die Auslobung einer Belohnung in Höhe von 10.000 Euro gehörten, führte bisher ebenfalls nicht zu einem Fahndungserfolg. Die Mordkommission Potsdam arbeitet weiter mit Hochdruck an der Aufklärung des Verbrechens.

Hierbei ist nun jedoch die Mithilfe der Bevölkerung zwingend erforderlich.

Ab dem 7. Juli 2014 sind daher Frauen, die zwischen dem 01.01.1966 und dem 31.12.1996 geboren sind sowie Männer, die zwischen dem 01.01.1966 und dem 31.12.1993 geboren sind und im Dezember 2011 im Wohngebiet Potsdam West wohnhaft gewesen waren, aufgrund einer gerichtlichen Anordnung gemäß § 81 h der Strafprozessordnung zur Abgabe einer Speichelprobe bei der Mordkommission in Potsdam aufgerufen. Von dieser Maßnahme sind etwa 1000 Personen betroffen. Die Vorladungen an den entsprechenden Personenkreis werden derzeit durch die Polizei versandt. Die gewonnenen DNA-Proben werden ausschließlich und in anonymisierter Form mit den am Tatort gefundenen DNA-Mustern abgeglichen. Die Probeentnahme erfolgt nur mit schriftlicher Einwilligung des/der Betroffenen. Sofern keine Übereinstimmung festgestellt wird, werden die Proben unverzüglich vernichtet. 

Potsdamer müssen zum DNA-Test

Foto:Polizei

Autor
Michael Bergemann