Tatort Trauerberg

Gepostet am 25. Oktober 2013 um 14:46 Uhr
Tatort Trauerberg
Foto: SKB TV

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 Update: 27.10.2013 | 13.47 Uhr

Vergewaltigung nur vorgetäuscht

Nachdem der Polizei in Brandenburg an der Havel am Freitagmorgen eine Vergewaltigungsstraftat von einer 27-jährigen Brandenburgerin angezeigt wurde, führte die Polizeiinspektion Brandenburg mit Unterstützung von Bereitschaftspolizisten, Kriminalisten sowie der Spurensicherung des Kriminaldauerdienstes (KDD) umfangreiche Sofortermittlungen durch.

Hinweisen aus der Bevölkerung wurde nachgegangen und im Umfeld des angegebenen Tatortes intensiv nach Spuren der Tat und zu den Tätern gesucht. Die Ermittlungen führte der Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion West mit Unterstützung des Kriminalkomissariat der Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel (KKI) bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Sonntag weiter. Mehrere Zeugen wurden vernommen und die sich daraus ergebenden Hinweise mit den vorliegenden Erkenntnissen verglichen. Auch die 27-jährige Anzeigenerstatterin wurde durch speziell geschulte Beamtinnen und Beamte sowie unter Berücksichtigung ihrer anzunehmenden körperlichen Verfassung nach einer Gewaltsstraftat, vernommen. Aus den Ermittlungen ergaben sich zunehmend Widersprüche zu der ersten Aussage der 27-Jährigen bezüglich des Tathergangs des Raubes und der Vergewaltigung durch zwei Männer auf dem Spielplatz des Trauerbergs.

Mit den Widersprüchen und den objektiv vorliegenden Ermittlungsergebnissen konfrontiert, räumte die Anzeigenerstatterin am späten Samstagabend schließlich ein, den Tathergang des Raubes und der Vergewaltigung durch zwei unbekannte Männer, wobei ein dritter zugesehehen haben soll, frei erfunden zu haben. Als Motiv gab sie unter anderem an, das nächtliche Fernbleiben gegenüber ihrem Lebenspartner nicht erklären zu müssen.

Gegen die Frau wurde nunmehr einen Strafanzeige wegen des Vortäuschens einer Strafat aufgenommen. 

 

Meldung vom Freitag | 25.10.2013 

Dort wo sonst am Tag Kinder fröhlich spielen hat sich letzte Nacht offenbar ein schreckliches Verbrechen ereignet. Eine Brandenburgerin (27) war gegen 3.30 Uhr mit ihrem Fahrrad unterwegs und wollte nach Hause – direkt auf dem Trauerberg-Spielplatz wurde sie von drei Männern gestoppt. Einer der Täter verlangt laut Polizei unter Androhung von Gewalt Geld, er zieht ein Messer und droht – das Geld gibt die Frau raus. Dann vergewaltigen sie zwei der Männer! Die Frau wird von Rettungsdienst und Notarzt versorgt, liegt jetzt im Krankenhaus.

„Einer der Täter soll eine markante Narbe im Gesicht haben, der zweite Mann trug wohl einen Bart“, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Am Morgen suchte die Polizei den Spielplatz und den gesamten Trauerberg weiträumig ab, in jedem Mülleimer, in jedem Busch suchten die Ermittler nach Spuren. Die Polizei sucht jetzt dringend Zeugen und setzt dabei auf Spaziergänger die ihre Hunde ausführten und Anwohner. Wer Geräusche gehört hat, Personengruppen gesehen hat oder anderweitig helfen kann, der wählt sofort die 03381/5600. (cg1)

 Tatort Trauerberg

  • Vergewaltiger 1:

Anfang 20, kräftig, 1,65 m groß, kurze Haare, Narbe auf einer Gesichtshälfte (von der Augenbraue bis zum Kinn), weißer Pullover mit schwarzer Aufschrift auf Bauchhöhe, möglicherweise osteuropäischer Akzent 

  • Vergewaltiger 2:

Anfang bis Mitte 20, schlank, unrasiert, ca. 1,80 m groß

Tatort Trauerberg

Autor
Michael Bergemann