Mutmaßlicher Triebtäter in der Havelstadt

Gepostet am 7. August 2013 um 7:26 Uhr
Ein perverser Triebtäter sorgt in der Havelstadt für Angst
Bild: SKB TV

Seit dem Wochenende wird breit über den Pädophilen L. diskutiert, der seine Neigung offen zur Schau stellt und ankündigt, dass er die Nähe von Kindern sucht. Mittlerweile hat auch der Berliner Boulevard den Mann aufgespürt, dieser ließ sich zwischenzeitlich sogar in eine Klinik einweisen. Einige Brandenburger fragen bereits besorgt: Muss erst was passieren? Die Polizei verfolgt den Fall mit besonderer Aufmerksamkeit.

 

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Tenor: Wird er in der Nähe von Kindern gesehen, dann schreiten die Beamten ein. Bei einer strafbaren Handlung würde er umgehend festgenommen. Das Problem dabei: Der Phädophile ist durch keine gerichtlichen Auflagen in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Für einen Aufenthalt z.B. in der Nähe von Spielplätzen kann er nicht belangt werden. Lediglich einem 5-jährigen Jungen darf er sich auf der Grundlage einer gerichtlichen Verfügung nicht nähern.  Viele seiner jetzt kommunizierten Fantasien seien bisher nicht bekannt gewesen, dabei sei dahingestellt, ob sie wahr sind oder nicht. Hochrangige Ermittler machen ihrem Unmut deutlich Luft, fordern wegen möglicher Wiederholungsgefahren dringend eine Begutachtung und einen Erlass von Auflagen, nur so könne man wirksam eingreifen und habe eine „rote Linie“, bei deren Überschreiten man zugreifen könne. Aus Polizeikreisen heißt es: Der zuständige Staatsanwalt wurde durch die Ermittler in jeder Phase des Verfahrens in Kenntnis gesetzt. Ein weiteres Problem: Durch die teilweise identifizierende Berichterstattung mit Fotos sieht die Polizei jetzt ein Gefährdungspotential für den Mann. Es kann sein, dass künftig Beamte für seinen Schutz sorgen müssen. Erwarten wird L., der nach Angaben der Ermittler Grundsicherung bezieht, demnächst jedoch ein erhebliches Zwangsgeld. Wiederholt hatte er verbotenerweise ein Geschenk am Fahrrad eines Kindes hinterlassen. (cg1)

Prävention in der Wilhelm-Busch-Schule. Die Behörden sehen keine Handhabe den Kinderschänder L. auf dem Görden wegzusperren. Deshalb reagiert nun der Schuldirektor Dirk Ulrich.

 

 

Ein perverser Triebtäter sorgt in der Havelstadt für Angst

Bei der Geschichte um den Pädophilen L. kommen immer mehr Details an Tageslicht, die viele Brandenburger erschaudern lassen. So hat die BILD heute beispielsweise einen abfotografierten Brief veröffentlicht, den L. an einen Jungen aus der Nachbarschaft schrieb. Link zum BILD-Artikel

Auch im Rathaus hat man Notiz vom Problem genommen. Stadtsprecher Guido Zimmer bestätigt: Der Fall sei bekannt, man arbeitete mit „anderen zuständigen Stellen (z.B. Polizei, medizinische Einrichtungen, Justiz) eng zusammen“. Zudem wirke der sozialpsychiatrische Dienst „nachdrücklich darauf hin, notwendige therapeutische Angebote wahrzunehmen“. Derweil wird die Diskussion um den Fall mit immer mehr Schärfe geführt. Erste Brandenburger fordern mittlerweile, dass die Stadt L. als zuständige Ordnungsbehörde in eine Klinik einweist, so wie sie es 2007 beim Sexualstraftäter K. machte. Anwohner vom Görden fordern zudem ihre Mitmenschen auf: Beobachtet genau und informiert euch. Auf Nachfrage bestätigt zudem die Asklepios-Pressestelle, dass sich eine freiwillig in Behandlung befindene Person jederzeit auch wieder selbst entlassen kann. (cg1)

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Autor
Michael Bergemann