VBBr | SKB Chefredakteur nimmt Stellung

Gepostet am 7. November 2014 um 11:17 Uhr
VBBr | SKB Chefredakteur nimmt Stellung
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Sehr geehrter Herr Jumpertz,
es freut mich immer wieder sehr, wenn Sie sich mit unserem Programm auseinandersetzen. Realität ist aber leider nicht, dass sehr viele frei an diesem Tag nehmen, sondern Realität war, wie ich selbst beobachten konnte, dass hunderte Pendler gen Potsdam oder Berlin fuhren. Leider können diese nicht alle mit Nachtbussen zum Bahnhof gelangen, sondern sind auf die Straßenbahn angewiesen. Dieses Argument, es war schon immer so gewesen, deswegen muss man nichts ändern, ist sehr verstaubt und nicht gerade innovativ. Sie können nun ja auch nicht bei der Fahrplangestaltung darauf bauen, dass viele an diesem Tag frei nehmen.Soll man etwa den Arbeitnehmern vorschreiben, wann sie frei zu nehmen haben . Die Arbeitgeber werden sich auch bedanken, wenn die Verkehrsbetriebe dadurch ihren Dienstplan beeinflußen. Mit ein bißchen gutem Willen ist doch viel zu erreichen. Es hätte doch schon genügt, wenn der Samstagsfahrplan am Reformationstag zu Ehren gekommen wäre. Da fahren die Straßenbahnen ja bekanntlich früher. Unsachliche Kommentare Ihres Fanclubs (Familie Krüger und andere) sind wenig dienlich und nützen nicht den Bürgerinnen und Bürgern, die auf die Straßenbahn angewiesen sind. SKB wird sich weiter kritisch für seine  Zuschauer einsetzen. Ihr Gerd Glaser

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In Brandenburg ist Feiertag, aber nicht in Berlin. Wer in der Hauptstadt arbeiten muss, und das sind nicht wenige Brandenburger, der guckte am Freitagmorgen in die Röhre. Mit der Straßenbahn oder mit dem Bus kamen tausende Pendler und Studenten jedenfalls nicht zum Hauptbahnhof Brandenburg. Die erste Straßenbahn fuhr erst gegen 8.30 Uhr aus der Innenstadt zum Bahnhof. Das ist für die arbeitende Bevölkerung natürlich viel zu spät. Wer hat denn da bei der Fahrplangestaltung sich null Gedanken gemacht? Was für ein Irrsinn an einem solchen Feiertag nur lokal zu denken. Die VBBr sollten mal bei ihrer Planung über den Tellerrand hinausschauen.

VBBr Geschäftsführer Werner Jumpertz

VBBr Geschäftsführer Werner Jumpertz | Foto: SKB TV

Werner Jumpertz kommentiert am 04.11.2014 auf der SKB Seite 

Der Irrsinn ist nicht im Fahrplan, sondern hier bei der Desinformation des SKB, was ein Blick in den Fahrplan (auch im Internet oder per telefonischer Fahrgastinformation des VBB) klargemacht hätte. Die Bus-Linien N1 und N2 im Nachtliniennetz der VBBr erreichen an Feiertagen wie auch sonntags im Stundentakt die Regionalzüge in Richtung Berlin und Magdeburg ab 5 Uhr bis 8 Uhr, die Bus-Linie N4 erreicht den Regionalzug Abfahrt 6 Uhr. Auch in der Landeshauptstadt Potsdam wird „an einem solchen Feiertag nur lokal“ gedacht. Im übrigen ist es Realität, dass „an solch einem Feiertag“ (Reformationstag) viele, die in unserem Bundesland leben und in Berlin arbeiten, für die Familie arbeitsfrei genommen wird. Auch solch eine Realität fließt in einen guten und zugleich wirtschaftlichen Fahrplan ein.
Gez. Jumpertz, GF VBBr 

Autor
glaser