Zeugnisse | Giftblätter oder Glücksbringer?

Gepostet am 9. Juli 2014 um 10:07 Uhr
Zeugnisse
Foto: I-vista | pixelio.de

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Ab in die Ferien. Das Schuljahr ist vorbei. 268.000 Schüler bekommen heute im Land Brandenburg ihre Zeugnisse.

Glückwunsch allen Kindern- und Jugendlichen mit einem guten Notendurchschnitt. Ein „Kopf hoch“ für diejenigen, bei denen es dieses Jahr nicht so gut lief. 

Ist das Zeugnis positiv wird selten großer Wirbel gemacht. Die Kinder werden meist von allen Seiten belohnt und getätschelt. Anders sieht es da bei einem miesen Durchschnitt aus, vom Sitzenbleiben ganz zu schweigen. Besonnenheit ist das, was die Bildungsexperten in diesem Fall den Eltern mit auf den Weg gegen. Den Kindern mit einem schlechten Zeugnis sollten Eltern Mut machen und Unterstützung anbieten, statt in lauter Manier über Leistungen der Sprößlinge zu meckern und zu urteilen. Einen Teil der Schuld trägt man schließlich auch als Eltern mit. Nur gemeinsam kann man das Problem angehen, so die Schulexperten. Für Kinder und Jugendliche, die mit massiven Problemen zuhause zu kämpfen haben, gibt es die Kummer-Hotline der Kinder- und Jugendtelefone Tel.: 0800 111 0 333. Hier helfen Berater bei schlechten Noten und Angst vor dem, was da kommen mag. Ebenso bietet auch das Staatliche Schulamt entsprechende Hilfen für Kinder, Jugendliche und bei bedarf natürlich auch für die Eltern an. Mit dem Schuljahresende kommt auch eine positive Botschaft für das kommende Schuljahr. Das Land wird 400 neue Lehrerstellen schaffen. Außerdem müssen Posten durch das Ausscheiden von 600 Lehrkräften neu besetzt werden. In Summe 1.000 neue Lehrer werden dann frischen Wind in die brandenburgische Schullandschaft bringen. Zudem ändert sich die Arbeitssituation für die Lehrer. Grundschullehrer müssen ab dem kommenden Schuljahr nur noch 27 statt bisher 28 Pflichtstunden in der Woche leisten, Oberschullehrer 25 statt 26.

Autor
glaser